In welchen Bereichen wird Akupunktur angewendet?

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In welchen Bereichen wird Akupunktur angewendet?

Akupunktur als begleitende Maßnahme im Training und Wettkampf: Bei der Akupunkturbehandlung eines Turnierpferdes unterscheidet man die begleitende Behandlung während der Turniersaison und die akute Krankheitstherapie. Die Akupunkturbehandlung kann das Sportpferd während der Saison begleiten, indem der Reiter das Pferd in kurzen Zeitintervallen zur Untersuchung vorstellt. Die Untersuchungsintervalle variieren zwischen 14 Tagen und 6 Wochen. Findet der Akupunkteur keinen Hinweis auf eine Störung, wird er keine Akupunktur durchführen. Anderseits können bei dieser Kontrolle z.B. schon leichte Muskelverspannungen festgestellt und behoben werden, bevor schwerwiegendere Folgeprobleme auftreten. Entstehen während eines Turnierablaufes akute Probleme, z.B. eine Rückenmuskelverspannung des Pferdes, sollte es sofort vor Ort oder am nächsten Tag behandelt werden. Die Akupunktur ist dopingfrei und kennt keine Wartezeiten. Um das Immunsystem zu stärken und die Infektionsanfälligkeit zu reduzieren, werden Turnierpferde vor längeren Transporten akupunktiert.

Akupunkturbehandlung bei inneren Erkrankungen: Die Akupunktur kann zur Behandlung von funktionellen und vegetativen Störungen eingesetzt werden. Chronische rezidivierende Bronchitis beim Pferd: Dies sind Pferde, die wiederholt eine Atemwegserkrankung durchgemacht haben und vermehrt Sekretansammlungen in den Bronchien aufweisen. Auch Pferde, die wiederholt zur gleichen Jahreszeit erkranken und leistungsschwache Pferde, die schlechte Blutgaswerte aufzeigen, ohne Husten und Sekretproduktion, sprechen auf die Akupunkturbehandlung an. Asthmatische Pferde, die häufig eine allergische Komponente aufweisen, werden ebenfalls mit Akupunktur behandelt.

Probleme im Verdauungsapparat: Pferde mit chronischem Durchfall oder Kolikanfälligkeit gehören in diese Behandlungsgruppe, ebenso Pferde mit Fressunlust, obwohl Zähne und alle anderen Untersuchungen keine Besonderheiten aufweisen.

Fortpflanzung: Alle gynäkologischen Beschwerden, z.B. Wehenschwäche und Geburtsprobleme, Rosseauffälligkeiten der Stute und Fertilisationsstörungen sprechen gut auf die Akupunktur an.

Hauterkrankungen und neurologische Auffälligkeiten: Headshaker gehören zum Behandlungsspektrum der Akupunktur. Der Themenkreis des Sommerekzems zeigt sehr unterschiedliche Erfolge. Die Therapie neurologischer Auffälligkeiten wird zusammen mit der Schulmedizin abgesprochen und eingesetzt. Hauterkrankungen erfordern eine präzise Abklärung der Ursachen, sie sprechen teilweise sehr gut auf Akupunktur an.

Psychische Probleme bei Pferden: Verhaltensauffälligkeiten, wie extreme Angstzustände, Verladeangst oder Aggression, etc. können durch Akupunktur gut beeinflusst werden.

Akupunkturbehandlung bei Lahmheiten: Lahmheiten, deren Ursache und Lokalisation schulmedizinisch nicht erfasst werden kann und Lahmheiten aus den oberen Gliedmaßenbereichen, können erfolgreich mit Akupunktur behandelt werden. Lahmheiten, deren Ursache eine Gelenksentzündung darstellt, müssen zuerst eine konventionelle Gelenksbehandlung erfahren und nachfolgend sollte eine Akupunktur zur Herstellung der physiologischen Muskel- und Bänderfunktionen durchgeführt werden. Lahmheiten, die eine chirurgische Versorgung benötigen und eine Ruhigstellung des Pferdes erfordern, können durch Akupunktur in der Trainingsaufbauphase hilfreich unterstützt werden.

Akupunkturbehandlung bei Rückenschmerzen: Akupunktur kann bei allen Arten von Rückenschmerzen und den dazugehörigen Lahmheiten beim Pferd angewendet werden. Zum Beispiel sprechen Pferde, die durch starke Anstrengung Muskelverspannungen aufweisen und dadurch im Rücken nicht durchschwingen können oder Lahmheiten aufweisen, hervorragend auf die Akupunktur an. Dazu gehören auch Widersetzlichkeiten des Pferdes während des Reitens und gegen den Reiter, die durch Schmerz hervorgerufen werden.

Akupunkturbehandlung als Schmerztherapie: Die Akupunktur behandelt schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates.