Wandlungsphase Wasser (Niere/Blase)

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Akupunktur

17.06.2014 Wandlungsphase Wasser (Niere/Blase)

Der Wandlungsphase Wasser werden im Sinne der chinesischen Medizin Blase und Nieren zugeordnet. Die Blase hat außer der Speicherung des Harns und dessen Ausscheidung auch die Aufgabe, Flüssigkeit für die Harnbereitung umzuwandeln, wodurch sie auch an der Nierenfunktion gemäß unserer westlichen Vorstellung beteiligt ist. Ihre Maximalzeit liegt zwischen 15 und 17 Uhr. Da die Leitbahn (Blasenmeridian) besonders stark beanspruchte Körperbereiche wie Genick, Rücken, Kruppe und Hinterhand überquert, werden viele dort lokalisierte Beschwerden durch Energieblockaden des Blasenmeridians hervorgerufen - wobei eine häufige Ursache Kälte ist.

Die Nieren haben in der traditionell chinesischen Medizin nicht nur Funktion eines Ausscheidungsorgans, sondern einen weiter gefassten Einflussbereich. Die Nieren speichern die von den Elterntieren vererbte Lebensenergie und steuern die Entwicklungsvorgänge des Fohlens hinsichtlich seines Knochenwachstums und des Heranreifens zu einem fortpflanzungsfähigen Pferd. Ihnen kommt die Aufgabe zu, das von den Lungen herabgeführte Qi entgegenzunehmen und den Körper mit Wärme zu versorgen. Die Maximalzeit dieses Organbereichs liegt zwischen 17 und 19 Uhr.

Ängstlichkeit ist ebenso Ausdruck geschwächter Nierenenergie wie schütteres Schweif- und Mähnenhaar. Störungen der Organenergie können sich auch in Entwicklungs- und Fortpflanzungsproblemen, Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten sowie chronischem Husten äußern. Im Verlauf des Nierenmeridians ist vor allem die Hinterhand und hier das Sprunggelenk Ort von Energieblockaden, die zu Lahmheiten oder Bewegungseinschränkungen führen.