Der Magen

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Akupunktur

28.05.2014 Der Magen

Der Magen, chinesisch Wei, bildet mit der Milz das Nahrungs-Qi, das nach der Geburt vom Körper selbst erzeugt wird. Zudem werden im Magen durch Fermentierung und Reifung Voraussetzungen für die weitere Verarbeitung der Nahrung durch Milz und Dünndarm geschaffen. Im Sinne der chinesischen Medizin hat die Milz eine hebende Funktion, während der Magen Qi nach unten transportiert. Ein Mangel an Magen-Organenergie ist die erste Vorstufe zu Verdauungsproblemen.

Die Chinesen sehen Hitze und Trockenheit im Magen als Ursachen für Magengeschwüre, die sich zum Beispiel  in Appetitlosigkeit, Müdigkeit und Koliksymptomen äußern. Betroffene Pferde gähnen häufig und kauen leer, das heißt, sie führen unabhängig vom Fressen Kaubewegungen aus. Nach asiatischer Vorstellung können Trockenheit und Hitze durch Disharmonien in Lunge oder Niere entstehen, da beide die Aufgabe haben, den Körper zu befeuchten.

Aufgrund des Meridianverlaufs können auch gesundheitliche Probleme in Verbindung mit dem Magen-Meridian stehen, die für unser Verständnis zunächst scheinbar keinen unmittelbaren Zusammenhang haben. Dazu zählen zum Beispiel Lahmheiten der Hinterhand, die in der Praxis häufig das Kniegelenk betreffen, da der Magen-Meridian über die Kniescheibe zum Huf verläuft. Ebenso gehören dazu Beschwerden in der Gesichtsmuskulatur und an den Zähnen im Oberkiefer, die ebenfalls über den Magen-Meridian behandelt werden.