Der Dünndarm (Xiao Chang)

zurück zur Übersicht

Akupunktur

13.06.2014 Der Dünndarm (Xiao Chang)

Der Dünndarm (Xiao Chang) ist der Yang-Partner des Yin-Organs Herz. Im Dünndarm wird die von Magen und Milz verdaute Nahrung, ebenso wie Flüssigkeiten, in reine und unreine Anteile aufgespalten. Die reinen Anteile bleiben dem Körper zur Verwertung erhalten und werden zum Dickdarm geschickt. Die unreinen werden weitertransportiert und ausgeschieden. Die Maximalzeit liegt zwischen 13.00 und 15.00 Uhr.

Da der Dünndarm zur Trennung der Flüssigkeiten eine wichtige Rolle spielt, führt eine gestörte Organenergie zu Verdauungsproblemen wie Durchfällen, Entzündungen der Schleimhäute und zu übermäßigem oder eingeschränktem Harnfluss. Beschwerden im Meridianverlauf äußern sich in Lahmheiten der Vorhand, besonders mit Problemen am Übergang von der Schulter zur seitlichen Brustwand. Bei mangelnder Durchlässigkeit im Genick sollte der Dünndarm-Meridian mitbehandelt werden.

Das Pericard (Jue Yin) gilt in der chinesischen Medizin als Beschützer des Herzens. Somit hat es Anteil an allen Aufgaben des Herzens und unterstützt dessen Funktionen. Behandlungen von Störungen des Herzens erfolgen häufig indirekt, meist über Punkte dieses Meridians. Die Maximalzeit liegt zwischen 19.00 und 21.00 Uhr. Störungen der Organenergie äußern sich ähnlich wie Störungen, die beim Herzen auftreten. Besonders langes Nachschwitzen nach dem Reiten ist über die Leitbahn des Pericards zu behandeln. Stauungen im Leitbahnverlauf können zu Lahmheiten der Vorhand führen.