Akupunktur zum Beheben von Leistungsschwäche bei Grand-Prix-Pferd

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Akupunktur

23.05.2013 Akupunktur zum Beheben von Leistungsschwäche bei Grand-Prix-Pferd

Cosar, ein 10-jähriges Dressurpferd ist in der Dressur bis Grand Prix ausgebildet. Sein Problem: Das Pferd hustet seit längerer Zeit immer mal und in der letzten Zeit lässt seine Leistung merklich nach. Der Reiter hat das Gefühl, er müsse sein Pferd regelrecht durch die Prüfung tragen.

Die Untersuchung in einer Klinik ergab sehr schlechte Blutgaswerte in der Lunge, es liegt aber keine Verschleimung der Bronchien vor. Der Wallach muss inhalieren und bekommt Medikamente. Das Befinden bessert sich, wird aber mit Absetzen der Therapie wieder schlecht. Cosar zeigt ein gutes Allgemeinbefinden. Aufgrund der Verbesserung unter Medikamentengabe kann man von einer guten Reaktionslage des Pferdes ausgehen. Aus chinesischer Sicht war Cosars Lungen-Qi nicht stark genug. Ziel meiner Akupunkturbehandlung war die Stärkung der Lunge sowie die Unterstützung von Niere und Milz.

Dazu einige Punkte in der Übersicht:
Kg 17 (Shan Zhong) Meisterpunkt der Lunge
Kg 22 (Tian Tu) befreit den Rachen, normalisiert die Funktion der Lunge und reguliert die Feuchtigkeit in der Lunge.
MP 6 (San Yin Jao) stärkt die Mitte und hilft, Schwächezustände zu überwinden.
Ma 36 (Zu San Li) stärkt Qi und Blut und unterstützt die Milzfunktion.

Die Behandlung hat alle 14 Tage stattgefunden und dauerte ein halbes Jahr. Nach vier Monaten hatten sich die Blutgaswerte normalisiert, die Lungenpunkte waren aber immer noch druckempfindlich. Cosar wurde deshalb weiter akupunktiert.

Erst nachdem das Pferd auf Grundlage der TCM keine energetische Schwäche mehr zeigte, wurde die Behandlung beendet. Ein Jahr lang war Cosar danach ohne Behandlung leistungsstark. Dann erkrankte er an einer akuten Infektion der Atemwege. Der Besitzer nahm die Erkrankung ernst und stellte sein Pferd in der Tierklinik vor. Dort wurde eine kombinierte Therapie aus Schulmedizin und Akupunktur eingeleitet. Vier Wochen später ist Cosar wieder fit und leistungsbereit.

Fazit: Ein Pferd mit lange Zeit bestehender Lungen-Qi-Schwäche bleibt immer gefährdet und muss bei einer akuten Infektion sofort behandelt werden.